Gedanken zum Frühjahrsputz

3 Fragen, die Sie sich vor dem Frühjahrsputz stellen sollten

Die ersten Vögel zwitschern morgens fröhlich vor sich hin, Maiglöckchen sprießen aus dem Boden, der Tag beginnt immer früher und wir können die ersten warmen Sonnenstrahlen genießen: 

Der Frühling steht vor der Tür. Alles erwacht aus dem Winterschlaf, schüttelt sich seinen grauen Schleier ab und erblüht zu neuem Leben.

Auch wir Menschen fühlen diesen Neuanfang, werden aktiver, dynamischer und spüren neuen Tatendrang. Vielleicht neue Kleidung, neue Gewohnheiten, aber auch ein aufgeräumtes Umfeld stehen jetzt im Vordergrund. Daher tendieren die Meisten dazu, einen Frühlingsputz zu machen, wie es uns auch die Natur vorlebt. Ein sehr kraftvolles und reinigendes Ritual um diese erbauende Jahreszeit zu begrüßen, denn es heißt ja: Innen so wie Außen. Also Gesagt, getan. Los geht es.

Oft rennen viele nun in den nächsten Supermarkt und decken sich erstmal massenhaft mit allerhand chemischen Putzmitteln ein. Allzweckreiniger, Badreiniger, Fettlöser, Bodenpflege, Fliesenweißer, Schimmelstopp, Antibakterielle Feuchttücher und Scheuermilch. Doch halt! Bevor man in einen Reinemacher-Kaufrausch verfällt, sollte man sich zunächst folgende Fragen stellen:

  1. Brauche ich das alles wirklich?
  2. Welche Inhaltsstoffe sind da überhaupt in solch Chemiekeulen drin und in wieweit schaden sie mir und der Umwelt?
  3. Welche natürlichen und kostengünstigen Alternativen gibt es?

Laut bund.de geben wir Deutschen eine Milliarde Euro jährlich für Hausputzmittel aus. Das Angebot ist auch mehr als reichlich und verlockend. Dadurch kaufen die Meisten viel mehr als wirklich notwendig ist. Im Prinzip reichen ein Allzweckreiniger und ein Scheuermittel. Beides lässt sich ganz universell einsetzen und deckt den kompletten Hausputz ab.

Danach steht die Frage im Raum: Was ist da überhaupt drin und was macht die Chemie mit mir und der Umwelt?

Chlor, Ammoniak und künstliche Duftstoffe sind in fast jedem Reiniger zu finden. Auch Glycol Ether findet sich nahezu überall wieder. Ein Lösungsmittel, welches über unsere Haut und die Atmung in unseren Körper gelang und dort gesundheitsschädliche Reaktionen auslösen kann. Um die Haltbarkeit über mehrere Jahre zu gewährleisten werden häufig synthetische Konservierungsmittel eingesetzt. Um nur einige Inhaltsstoffe zu nennen. Nicht schwer vorstellbar, dass diese bestimmt nicht gerade förderlich für unsere Gesundheit sind. Weiterführende Informationen finden sich hier: http://www.utopia.de/magazin/die-schlimmsten-inhaltsstoffe-in-reinigungsmitteln

Klar ist, dass wir, sei es durch die Haut oder über unsere Atemwege viele dieser Stoffe in unseren Körper aufnehmen und diese dort gesundheitsschädlich sein können. Sei es mit kurzfristigen Symptomen und auch mit Langzeitschäden. Auch kann die Umwelt diese chemischen Reiniger nicht abbauen, denn nach dem Putzen landet alles im Ausguss und gelangt dadurch im natürlichen Kreislauf der Natur. Eine erhebliche Belastung. 

Dabei ist es so einfach, natürliche Alternative selbst herzustellen, um die letzte Frage zu beantworten. Klar gibt es mittlerweile auch viele Öko-Reiniger. Eine allemal bessere Möglichkeit, da viele dieser Mittel auf natürlichen Inhaltsstoffen basieren. Doch es geht auch noch einfacher und kostengünstiger. Do-it-yourself Reiniger. Im nachfolgenden ist eine .pdf Zum Downloaden mit von uns erprobten Mitteln. Die Herstellung ist einfach und das Ergebnis grandios.

Dazu noch der Buchtipp: DIY Putzmittel: Natürlich sauber von Tatiana Warchola

Einfach mal ausprobieren. Es lohnt sich. 

 

Viel Spaß beim Frühjahrsputz!

 

Putzmittel selber gemacht, ökologisch, wertvoll.

 

DIY Putzmittel Rezepte

1. Handseife

Zutaten: 50 g geriebene Kernseife, 1 l Wasser, 2-3 TL Honig, 2-3 EL Pflanzenöl (z.B. Oliven- oder Kokosöl), ca.10 Tropfen Bio- ätherisches Öl

Herstellung: Seife und Wasser unter Rühren in einem Topf zum Kochen bringen. Vom Herd nehmen und nach und nach die

übrigen Zutaten hinzufügen. Seife abkühlen lassen und in eine Spenderflasche umfüllen.

 

2. Waschmittel

Zutaten: 25g geriebene Kernseife, 3,5 EL Waschsoda, ca. 1,5 l kochendes Wasser, nach Belieben 15-20 Tropfen Bio-ätherisches Öl

Herstellung: Kernseife und Waschsoda vermischen und mit 0,5 l kochendem Wasser und dem Öl aufgießen. Rühren, bis sich die Seife aufgelöst hat und die Masse sich spürbar verdickt. Nochmals 0,5 l kochendes Wasser einrühren und abkühlen lassen. Die wackelpuddingartige Masse mit weiterem kochendem Wasser aufrühren, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. In eine Flasche umfüllen und vor jedem Gebrauch gut schütteln.

 

3. Allzweckreiniger
Zutaten
: 1⁄2 l Essig(essenz), Schale von 2-3 Bio-Zitronen

Herstellung: Ein großes Schraubglas bis zum Rand mit Schale füllen. Das Glas mit Essig oder Essigessenz

(konzentrierter Reiniger) auffüllen, sodass alle Schalen bedeckt sind und verschließen. Mindestens 14 Tage stehen lassen, immer wieder schütteln und ggf. Essig nachgießen, wenn die Schalen nicht mehr bedeckt sind. Nach 14 Tagen die Schalen rausnehmen und den Reiniger in eine Flasche umfüllen.

4. Spülmittel
Zutaten
: 10g geriebene Kernseife, 600 ml Wasser, 1,5 TL

Natron, 15-20 Tropfen Bio-ätherisches Öl

Herstellung: Die Kernseife in 100 ml warmen Wasser auflösen. Das Natron hinzugeben und alles gut durchrühren. Das Öl hinzufügen und die Mischung mit 500 ml warmen oder kaltem Wasser auffüllen und in eine Flasche umfüllen. 

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Kommentare: 1
  • #1

    Sigi (Mittwoch, 14 Dezember 2016 12:39)

    Der Tip mit Deinem Blog war gestern super. Die Putzmittel und auch die Seife werde ich auf jeden Fall ausprobieren.
    Danke Danke Danke!!!!